Wirtschaftsstaatssekretär Richard Drautz besucht Internationale Grüne
Woche in Berlin
„Anspruchsvolle Ziele des Energiekonzepts 2020 lassen sich nur mithilfe
von Messen erreichen“
Wirtschaftsstaatssekretär Richard Drautz besuchte am 24. und 25. Januar die Internationale Grüne Woche in Berlin: „Für die energiepolitischen Ziele der Landesregierung – eine Verdoppelung bis Verdreifachung der Bioenergienutzung – ist der weitere Ausbau der energetischen Nutzung von Biomasse unerlässlich“, so der Staatssekretär. „Die anspruchsvollen Ziele des Energiekonzepts 2020 können wir nur erreichen, wenn auf Messen über das Thema Energie informiert und beraten wird. Deshalb begrüße ich ausdrücklich, dass auf der Grünen Woche zunehmend Informationen über die Themen Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe ange-boten werden.“
Ein Schwerpunkt des Messebesuchs von Drautz war die Fachschau für Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe „nature.tec“ am 25. Januar, die sich mit dem gesamten Spektrum der technischen und energetischen Nutzung von Agrar- und Forstrohstoffen beschäftigt. Der Staatssekretär nutzte die Gelegenheit, um sich über aktuelle Entwicklungen in dem Bereich Bioenergie zu informieren. Auf insgesamt 6.000 Quadratmetern Hallenfläche werden hier innovative und nachhaltige Ideen vorgestellt, die Fachbesucher und Endverbraucher gleichermaßen ansprechen sollen. Ziel der „nature.tec“ ist eine umfassende Darstellung der nachhaltigen Erzeugung und Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen sowie Holz als Energielieferant und Werkstoff.
Bei seinem Rundgang durch die Messe besuchte Staatssekretär Richard Drautz auch mehrere baden-württembergische Aussteller, so beispielsweise die bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall und die Scheifele GmbH aus Bretzfeld (Hohenlohekreis). „Messen sind ein wichtiges Instrument für die Motivation und die Beratung der Verbraucher. Hier begegnen sich Händler, Hersteller und Kunden unmittelbar“, so Drautz. „Kaum ein anderes Instrument ist in der Lage, die Darstellung von Unternehmen und deren Produkten in ihrer Breite und Tiefe so gut mit dem persönlichen Kundenkontakt zu verbinden wie ein Messeauftritt.“
Für den Ausbau der erneuerbaren Energieträger hat sich das Land Baden-Württemberg im Rahmen des Energiekonzepts 2020 ehrgeizige Ziele gesetzt. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung soll bis 2020 im Vergleich zu 2005 verdoppelt werden. Die Bioenergie soll dabei einen Anteil von über 40 Prozent übernehmen. Ebenso soll die Wärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien bis 2020 gegenüber 2006 annähernd verdoppelt werden, die Bioenergie soll daran einen Anteil von über 70 Prozent haben. Insgesamt sollen bis 2020 mindestens 20 Prozent der Bruttostromerzeugung, mindestens 16 Prozent der Wärmebereitstellung und mindestens 13 Prozent des gesamten Primärenergiebedarfs durch regenerative Energiequellen gedeckt werden.
Bereits im Jahr 2007 hat das Wirtschaftsministerium ein Förderprogramm für Bioenergie gestartet, um die Effizienz der Bioenergienutzung zu verbessern. In einem Wettbewerb wird in regelmäßigen Intervallen eine Fördersumme für Bioenergieprojekte ausgeschrieben, um die sich Projektträger mit ihren Projekten bewerben können. Schwerpunkte sind besonders innovative und energieeffiziente Bioenergievorhaben.
Weitere Informationen zum „Energiekonzept Baden-Württemberg 2020“ finden Sie im Internetportal www.energiekonzept-bw.de.
Mehr Informationen zur „nature.tec“ finden Sie unter: www.naturetec-igw.de/

