21.01.2011 | Pressemitteilung

Wirtschaftsministerium fördert weiteres Bioenergiedorf

Wirtschaftsstaatssekretär Richard Drautz: „Weiterdingen erhält Zuschlag für vorbildliches Engagement“

Im Rahmen des landesweiten Förderprogramms „Bioenergiedörfer“ gibt es einen weiteren Gewinner: das Bioenergiedorf Weiterdingen im Landkreis Konstanz wird mit insgesamt 100.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen der EU-Strukturförderung „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ gefördert. Dies teilte Richard Drautz, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, heute in Stuttgart mit. „Mit den bewilligten Mitteln können Investitionen in Höhe von mehr als drei Millionen Euro angestoßen werden“, so Drautz.

Mithilfe der Förderung soll eine Biogasleitung (1.200 m) von einer bestehenden Biogasanlage zu einer Heizzentrale gelegt werden. An der Heizzentrale soll ein Biogas-Blockheizkraftwerk (BHKW), ein Holzhackschnitzelkessel (1.200 kW) und ein Pufferspeicher (50 m³) errichtet werden. Über ein Nahwärmenetz (Gesamtlänge 5.900 m) soll der Ortsteil Weiterdingen der Gemeinde Hilzingen eine Vollwärmeversorgung erhalten. Das geförderte Bürgerunternehmen Solarcomplex ist bereits routiniert bei der Entwicklung und Umsetzung von Bioenergiedörfern. Solarcomplex hat bereits mehrere Bioenergiedörfer in der Bodenseeregion entwickelt.

„Bioenergiedörfer zeigen beispielhaft, wie sich das „Energiekonzept 2020“ der Landesregierung von der Theorie in die Praxis umsetzen lässt“, betonte Drautz. „Hier gelingt es in vorbildlicher Weise, gleichzeitig Wärme aus Bioenergie und die Vorteile der Kraft-Wärme-Kopplung zu nutzen.“ Mittelfristig seien mindestens 100 Bioenergiedörfer im Lande ein realistisches Ziel, so Drautz.

Im Rahmen des Förderprogramms „Bioenergiedörfer“ stehen in der Förderperiode bis 2013 insgesamt 1,5 Millionen Euro aus Mitteln der EU-Strukturförderung „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ - Bereich Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie Landesmittel zur Verfügung. Kommunen, Unternehmen, Landwirte und Bürgerunternehmen können sich mit ihren Vorhaben bewerben. Alle drei Monate werden die bis zum Stichtag eingegangenen Anträge bewertet. Förderfähig sind Vorhaben, bei denen die Wärmeversorgung von Gemeinden, Städten sowie Orts- oder Stadtteilen überwiegend durch den Einsatz von Bioenergie - auch in Kombination mit anderen erneuerbaren Energien - gedeckt wird.



 

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