Wirtschaftsstaatssekretär Richard Drautz eröffnet die neunten
Energietage in Ettenheim:
"Energiemessen sind wichtiges Instrument für Motivation und
Beratung der Energieverbraucher und des Handwerks"
"Die Landesregierung hat sich im Energiekonzept 2020 anspruchsvolle Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien und für die Energieeffizienz gesetzt. Diese Ziele können nur erreicht werden, wenn die Energieverbraucher und das Handwerk verstärkt über das Thema informiert und beraten werden", betonte Wirtschaftsstaatssekretär Richard Drautz heute (30.0ktober 2010) bei der Eröffnung der neunten Energietage mit in Ettenheim. "Wir alle können einen Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs im Land beitragen."
Die Energietage Ettenheim werden von der Stadtverwaltung Ettenheim und der Ortenauer Energieagentur GmbH veranstaltet und durch das Informationszentrum Energie des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg unterstützt. Das Schwerpunktthema dieses Jahres war Heizen mit erneuerbaren Energien. Die zweitägige Veranstaltung bot Interessenten die Gelegenheit, sich bei Vorträgen und Gesprächsrunden sowie bei einem Ausstellungsbesuch über alternative Heizsysteme zu informieren.
"Im Gebäudebestand bestehen große Energiesparpotentiale", betonte der Staatssekretär. Die vor der ersten Wärmeschutzverordnung 1977 errichteten Gebäude machen rund drei Viertel des Gebäudebestands in BadenWürttemberg aus. Diese verursachen mehr als 90 Prozent der gebäudebezogenen C02-Emissionen und rund 3-4 Milliarden Euro an Energiekosten. "Die Reduzierung des Heizenergieverbrauchs und Senkung des CO-2-Ausstoßes von bestehenden Gebäuden ist wichtig für unsere Umwelt", betonte Drautz. "Damit die Umsetzung fachgerecht und mit hoher Qualität erfolgt, ist es sehr wichtig, dass sich Hausbesitzer und auch Handwerker umfassend und neutral über Baustoffe, innovative Bau- und Modemisierungskonzepte wie auch über Förderprogramme informieren. Und genau das kann man auf dieser Messe hervorragend tun."
"Dezentrale Energiemessen wie die Messe in Ettenheim sind ein wichtiges Instrument für die Motivation und die Beratung der Energieverbraucher und des Handwerks", so Drautz weiter. "Die Energiemessen finden in Zusammenarbeit mit dem regionalen Handwerk und Handel sowie den Energieberatungseinrichtungen statt und sollen Bürgerinnen und Bürgern bei der Entscheidungsfindung helfen. Der direkte Kontakt der Kunden zu den Anbietern trägt zudem dazu bei, die Entscheidungen zu Gunsten regionaler Unternehmen zu fördern und damit Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Region zu sichern."
Das Wirtschaftsministerium unterstützt Energiemessen auf unterschiedliche Art und Weise. "Veranstalter können bei unserem Informationszentrum Energie umfangreiches Infomaterial sowie Wanderausstellungen kostenlos beziehen. Ferner haben wir in allen Regionen kleine "Modell-Häusle" zur Verfügung gestellt, die über die regionalen Energieagenturen ausgeliehen werden können", erklärte Drautz. "Außerdem können bei bestimmten Voraussetzungen zum Beispiel Gewerbevereine für die Aktivitäten auf Energiemessen sowie auch für normale Gewerbeschauen beim Wirtschaftsministerium einen Zuschuss beantragen."
Baden-Württemberg hat 2007 mit der Verabschiedung des Gesetzes zur Nutzung Erneuerbarer Wärmeenergie (EWärmeG) bundesweit eine Vorreiterrolle eingenommen. Bis heute ist Baden-Württemberg das einzige Bundesland, das nicht nur für Neubauten, sondern auch für Altbauten die anteilige Nutzung erneuerbarer Energiequellen verpflichtend vorgibt.
Weitere Informationen zur Förderung und zum "Energiekonzept BadenWürttemberg 2020" finden Sie im Internetportal www.energiekonzept-bw.de.

